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Mittwoch, 2. Juli 2014
Es grünt so grünt
Baby und ich gärtnern. Fensterbank in der Küche läuft gut, Innenhof wird in den nächsten Tagen mit Kartoffeln bestückt (da fehlt noch ein bisschen Fachwissen, vor Ewigkeiten hat das mit den Kartoffeln schon mal prima geklappt, dann jedoch einige Male so gar nicht), dem Minibalkon fehlen noch ein paar weitere Töpfe. Kommen sollen bestenfalls: Pflücksalat, Mangold, Radieschen und Zucchini. Gerade letztere werden spannend, da ich versuche Sie im Erdsack zu ziehen.
Grundsätzlich muss ich wohl auf den Spruch mit dem dümmsten Bauern vertrauen, denn eigentlich bin ich etwas spät dran mit der Aussaat und Gefäße sowie Platzwahl sind eher improvisiert. Man wird sehen. Ich hatte mir vorgenommen fürs Gärtnern nichts neues anzuschaffen (Saatgut hatte ich schon im Frühjahr gekauft und dann doch nicht, wie vorgenommen, drinnen schon ausgesät), damit es nicht endet wie so oft: ich habe eine Idee, bin Feuer und Flamme, schaffe tonnenweise Zubehör an und bin vom Planen und Anschaffen und Anhäufen von Ideen so erledigt, dass ich die tatsächliche Umsetzung nur halbherzig oder gar nicht angehe (Paradebeispiel ist das Nähen).
Daher habe ich von den Nachbarn ausrangierte Balkonkästen und vor etwas längerer Zeit angeschaffte Blumenerde aus dem Hof hochgeschleppt. Dort lagern noch einige weitere Kästen, die ich evtl. noch benutzen kann. Nur müssten diese dann wohl an der Balkonmauer befestigt werden, die rund und sehr dick ist, was mir bisher irgendwie immer kompliziert genug war, um nicht eingehend über eine gute Befestigungsmöglichkeit nachzudenken.
Ich muss allerdings wirklich eine einzige Ausnahme machen, was das Anschaffungsverbot angeht: ich brauche eine größere Gießkanne. Gestern bin ich etwa 8 Mal mit der mikroskopisch kleinen Blümchengießkanne von der Küche zum Balkon und zurück gerannt. Ideen wie Wasserflasche o.ä. habe ich nach kurzem Test verworfen, weil sie die Erde so "klatschig" machen und das Wasser einfach ungut verteilen. Außerdem ist damit auch höchstens ein weiterer Liter gewonnen, dazu kommt die Frickelei beim Einfüllen... und mit einer größeren Kanne kann ich gleich die Tour durch den Rest der Wohnung machen.
Also Gießkanne anschaffen und auf dicke Kartoffeln vertrauen.
Dienstag, 1. Juli 2014
Familienbett, der Umbau
Der Kleinste ist ein wilder Schläfer. Ähnlich wild wie damals die Große war und doch irgendwie anders. Irre Phasen von nächtlichem Dauerstillen, Hinsetzen, durchs Bett krabbeln und stundenlangem Wachsein wechseln sich ab mit zenmäßigen Phasen stundenlangem Schlaf an meiner Seite mit einmal Schnuller anreichen (ich schätze das Verhältnis beider Phasen auf 3:1, aber immerhin).
Am besten schläft er mit Körperkontakt, anfangs noch ab und an im Beistellbett, inzwischen am liebsten mit unter meiner Decke. Da er, ebenso wie die Große, extrem früh extrem mobil wurde und seit etwa 6 Wochen rasend schnell krabbelt und sich überall hochzieht haben wir uns in den letzten Wochen den Kopf zermatert wie wir die Schlafsituation am Klügsten lösen ohne das Kind vor dem etwa halbmeterhohen Bett aufzulesen. Vor 4,5 Jahren haben wir die Sache extrem pragmatisch gelöst und die Füße unseres Bettes abgesägt, damit das Beistellbett auf niedrigster Einstellung noch gut daran passt und der Rest einen nur etwa 20 cm hohen Abgrund bietet. Das kam dieses Mal nicht Frage, das Bett ist neu und sähe völlig absurd aus ohne Füße...
Lösung 1: Kind ins eigene Bett und erst zu uns, sobald wir auch ins Bett kommen, damit wir ihn dann zwischen uns "einkesseln" können. Haben wir nun einen Monat lang versucht. Vergeblich. Es gab mal Tage an denen klappte es gut, dass er mit viel gutem Zureden und Gestreichel im Gitterbett einschlief, während einer von uns (meist ich) einen halb abgestorbenen Arm und bei Bedarf auch den ganzen Oberkörper mit ins Babybett baumeln ließ. Dann wachte er nach spätestens einer Stunde auf und war untröstlich.
Lösung 2: Große Matratze anschaffen und vor unser Bett legen, dort mit dem Baby einschlafen und bei Bedarf wieder dazulegen können, wenn er aufwacht und wir aber noch nicht ins Bett gehen. Sturzgefahr wäre gebannt.
Lösung 3: Familienbett modifizieren.
Nachdem 1 gescheitert ist und 2 eine neuen Matratze fordern würde, abgesehen von dem Platz und Geräume, was jeden Tag nötig würde, haben wir uns für 3 entschieden.
Bett mit der einen Seite an die Wand geschoben, Beistellbett auf die niedrigste Einstellung, dann Holzblöcke als Podest gebaut (verwendet haben wir dafür unser "altes Familienbett", welches noch abgebaut im Keller stand) und verschraubt. Schließlich das Kinderbett an den Blöcken verschraubt und mit Spanngurten möglichst unsichtbar am großen Bett befestigt. Ästhetik geht anders, aber das wird ja nicht ewig so sein...
Steigerungsfähig ist die ganze Nummer außerdem. Wenn der Sohn tatsächlich Anstalten macht sich über das Fußteil des Bettes (nicht im Bild, etwa halb so hoch wie das Kopfteil) verabschieden zu wollen, können wir Kopf- und Fußteil noch tauschen bzw. das Bett eben einmal umdrehen. Dann ist das "Gitterbettfeeling" für alle komplett...
Die ersten drei Testtage liefen ziemlich gut. Das Besteillbett wird nicht wirklich als Schlafplatz genutzt, bietet aber zumindest etwas seitlichen Rausfallschutz. Einschlafen und Weiterschlafen klappen seitdem auch wieder wesentlich entspannter.
Samstag, 28. Juni 2014
Beste beste beste Muffins der Erde!
Muffins und ich haben seit jeher ein eher zwiespältiges Verhältnis. Kochen liegt mir im Allgemeinen sowieso deutlich mehr als Backen. Das allseits bekannte Problem: Kochen verzeiht Improvisation viel eher als Backen.
Aber selbst wenn ich beim Muffins backen exakt das Rezept befolgt habe (verschiedene Muffinbleche eingesetzt, Sprudelgetränke - im Teig, nicht in mir - Buttermilch, auflockernden Jogurt o.ä.) erziele ich in den meisten Fällen eine Konsistenz zwischen Kaltschaummatratze und Graubrot. Die einzigen Muffins, die bisher fluffig und flauschig und lecker waren, habe ich vor ein paar Monaten während des vegan Fastens entdeckt. Inzwischen drei Mal gebacken, um Zufallsglück auszuschließen. Verschiedenen Testessern kredenzt und nur Gutes gehört.
Und das allerbeste: das Rezept hat ordentlich Impro von mir gesehen, bevor es seinen Weg in die Muffinförmchen gefunden hat. Soviel Impro, dass ich ohne zu Lügen behaupten kann, es ist nun mein eigenes (ok, vermutlich ist es zu 99% Prozent deckungsgleich mit allen veganen Möhrenkuchenrezepten, aber eben nur 99%). Nicht besonders spektakulär, aber das sind ja häufig die besten.
Vorhang auf: (vegane) Möhrenmuffins!
- 400g fein geraspelte Möhren
- 200g neutrales Pflanzenöl
- 150g Rohrohrzucker
- 50g Ahornsirup (wenn der nicht im Haus ist, einfach 50g mehr Zucker)
- 1 TL Zimt
- geriebene Zitronenschale von zwei Biozitronen
- Mark von 1-2 Vanilleschoten
- 250g Mehl
- 150g gemahlene Nüsse (Haselnüsse + Mandeln zu gleichen Teilen sind super)
- 1 Päckchen Backpulver
Ganz einfach: Mischen, wie es am ehesten Sinn ergibt. Also die feuchten Zutaten (Möhren + Öl) mit dem Zucker, dem Vanillemark, der Zitronenschale und dem Zimt. "Nebenan" Mehl, Nüsse und Backpulver. Dann beide Mischungen mit dem Handrührgerät* auf höchster Stufe zu einem Teig verarbeiten. Den mit zwei Löffeln in Muffinförmchen in ein Muffinblech füllen. Der Teig reicht für ein ganz normales Bleck mit 12 Muffins, es darf ruhig relativ viel eingefüllt werden. Er geht zwar noch auf, aber aufgrund der eher festen Konsistenz nur nach oben.
Dann bei ca. 180° etwa 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Wenn die Muffins rauskommen, sind sie noch relativ weich, das gibt sich aber mit dem Abkühlen.
* Ich sage ja Mixer dazu, musste aber einsehen, dass ein Mixer für die Mehrheit der Menschheit das gläserne Standmixdingens ist und es somit korrekterweise Handrührgerät oder Rührgerät zu heißen hat.
Dann bei ca. 180° etwa 25 Minuten in den vorgeheizten Ofen. Wenn die Muffins rauskommen, sind sie noch relativ weich, das gibt sich aber mit dem Abkühlen.
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